Biodiesel schont den Motor
Biodiesel hat von Natur aus Eigenschaften, die vom herkömmlichen Diesel nur durch die Zugabe zahlreicher Additive oder durch energieaufwendige Produktionsschritte bei gleichzeitiger Steigerung der CO2-Emission nur annähernd erreicht werden.

Schwefelgehalt und Schmierfähigkeit

Biodiesel ist von Natur aus fast völlig schwefelfrei (max. 0,001%) und hat trotzdem hervorragende Schmiereigenschaften. Oxidationskatalysatoren können optimal eingesetzt werden.
Dagegen muß beim mineralischen Dieselkraftstoff der Schwefelanteil mit hohem Energieaufwand (zusätzliche CO2-Emission) und unter Verlust der Eigenschmierfähigkeit gesenkt werden.

Zündverzug und Laufruhe

Maß für Zündverzug und Laufruhe ist die sog. Cetan-Zahl. Biodiesel hat von Natur aus eine Cetanzahl von etwa 58, während der herkömmliche Diesel eine Cetanzahl von 49 (ohne Additive) bzw. 53 (mit Additiven) erreicht.
Biodiesel weist daher weniger Zündverzug und einen geringerem Druckanstieg im Zylinder auf. Der Motorenverschleiß ist geringer als beim herkömmlichen Diesel.

Saubere Verbrennung

Das Biodiesel-Molekül enthält etwa 11% Sauerstoff. Dieser Sauerstoffanteil führt zu einem besseren Verbrennungsablauf und damit deutlich weniger Ruß. Die kraftstoffbedingten Rückstände im Motorinneren werden deutlich reduziert.

Verschleißminderung

Aufgrund der sehr guten Eigenschmierfähigkeit des Biodiesels nimmt der Verschleiß des Motors deutlich ab. Die Verschleißminderung beträgt um 60% im Vergleich zum Normalbetrieb mit herkömmlichen Dieselkraftstoff.

Kraftstoffverbrauch, Selbstzündung, Motorleistung und Drehmoment werden durch den Einsatz von Biodiesel praktisch nicht verändert.