Häufig gestellte
Fragen zum Thema Biodiesel
Wieviel Biodiesel kann produziert
werden?
Raps
für die Biodieselproduktion wird derzeit überwiegend auf Flächen
angebaut, die zur Begrenzung des Nahrungsmittelüberschusses stillgelegt
werden müssen. Derzeit wird auf bis zu 335.000 Hektar nicht für
Nahrungszwecke vorgesehener Raps angebaut. Unter Berücksichtigung
der Fruchtfolge- und Standortansprüche könnte der Rapsanbau um
bis zu 1 Mio Hektar ausgeweitet werden. Dieses Potential in Deutschland
entspräche dann ca. 5 Prozent des deutschen Dieselverbrauchs.
Wird der Rapsanbau für
die Herstellung von Biodiesel subventioniert?
Nein,
der Anbau von Raps für die Herstellung von Biodiesel erfolgt praktisch
ausschließlich auf stillgelegten Flächen. Für diese Stillegung
erhält der Landwirt einen Ausgleichsbetrag der zur Zeit durchschnittlich
750,- DM beträgt - auch wenn er keinen Raps anbaut. Diese Flächen
werden durch den Anbau von Nachwachsenden Rohstoffen volkswirtschaftlich
sinnvoll genutzt.
Warum ist Biodiesel von der
Mineralölsteuer befreit?
Da
Biodiesel nicht aus Mineralöl hergestellt ist, wird keine Mineralösteuer
erhoben. Die damit verbundenen Steuerausfälle werden durch indirekte
Steuereffekte zu 75% wieder kompensiert.
Wird es in Zukunft große
Raps-Monokulturen geben?
Wegen
der Fruchtfolge- und Standortansprüche der Rapspflanzen kann es keine
Monokulturen geben. Raps ist eine sog. "nicht mit sich selbst verträgliche
Pflanze", er kann auf einem Standort nur alle drei bis vier Jahre angebaut
werden. Außerdem stellt der Raps Standort- und Klimaansprüche,
die für einen lohnenswerten Anbau gegeben sein müssen. Dem
Anbau sind somit natürliche Grenzen gesetzt.
Wie sieht die Energiebilanz
von der Biodiesel-Herstellung aus?
Betrachtet
man die gesamte Kette vom Acker über die Ölmühle bis hin
zur Verarbeitung von Rapsöl zu Biodiesel, so beträgt der Energieaufwand
zur Herstellung ca. 44% des Energieinhalts vom Endprodukt Biodiesel.